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Brustgesundheit in den Wechseljahren – was du jetzt wissen solltest

Der Oktober steht weltweit im Zeichen der Brustkrebsaufklärung. Der Breast Cancer Awareness Month macht jedes Jahr darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, die eigene Brust zu kennen, mögliche Veränderungen wahrzunehmen und Angebote zur Früherkennung zu kennen.

Gerade in den Wechseljahren ist das ein Thema, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Denn in dieser Lebensphase verändert sich nicht nur dein Zyklus. Die hormonelle Umstellung wirkt sich auf viele Bereiche deines Körpers aus – und auch deine Brust kann sich plötzlich anders anfühlen oder aussehen als noch vor einigen Jahren.

Viele dieser Veränderungen sind vollkommen harmlos. Gleichzeitig steigt das Brustkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. Das bedeutet nicht, dass du dir bei jeder Veränderung Sorgen machen musst. Vielmehr geht es darum, deinen Körper gut zu kennen und zu wissen, wann es sinnvoll ist, genauer hinzusehen. Weltgesundheitsorganisation

Warum verändert sich die Brust in den Wechseljahren?

Während der Perimenopause beginnen die Spiegel von Östrogen und Progesteron zu schwanken. Später nimmt die körpereigene Produktion dieser Hormone deutlich ab. Diese Veränderungen können sich auch an der Brust bemerkbar machen.

Vielleicht stellst du fest, dass deine Brüste zeitweise empfindlicher sind oder spannen. Auch Größe, Form und Festigkeit können sich verändern. Mit zunehmendem Alter verändert sich zudem die Zusammensetzung des Brustgewebes: Drüsen- und Bindegewebe bilden sich zurück und der Anteil an Fettgewebe kann zunehmen. Dadurch kann sich die Brust weicher anfühlen und an Festigkeit verlieren.

Solche Veränderungen gehören häufig zum natürlichen Älterwerden. Trotzdem solltest du eine neue oder ungewöhnliche Veränderung nicht automatisch den Wechseljahren zuschreiben. Bleibt sie bestehen oder kommt sie dir auffällig vor, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

Steigt das Brustkrebsrisiko in den Wechseljahren?

Die Wechseljahre selbst bedeuten nicht automatisch ein erhöhtes Brustkrebsrisiko. Ein wichtiger Faktor ist vielmehr das Alter: Brustkrebs tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf. Die WHO weist außerdem darauf hin, dass etwa 80 Prozent der Brustkrebserkrankungen bei Frauen auftreten, die außer ihrem Geschlecht und Alter keine spezifischen Risikofaktoren aufweisen. Weltgesundheitsorganisation

Daneben gibt es weitere Faktoren, die das persönliche Risiko beeinflussen können. Dazu gehören beispielsweise eine familiäre oder genetische Vorbelastung, Alkoholkonsum, Übergewicht beziehungsweise Adipositas, Rauchen, bestimmte reproduktive Faktoren, vorausgegangene Strahlenexposition sowie bestimmte Formen einer Hormontherapie nach der Menopause. Weltgesundheitsorganisation

Wichtig ist dabei: Brustkrebs lässt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Ein Risikofaktor bedeutet ebenso wenig, dass du zwangsläufig erkranken wirst. Viele verschiedene Faktoren können zusammenspielen – einige davon können wir beeinflussen, andere nicht.

Welche Veränderungen solltest du abklären lassen?

Die eigene Brust zu kennen bedeutet nicht, ständig nach möglichen Auffälligkeiten suchen zu müssen. Viel wichtiger ist ein Gefühl dafür, was für deinen Körper normal ist. Dadurch fällt dir eher auf, wenn sich etwas verändert.

Ärztlich abklären lassen solltest du insbesondere einen neu aufgetretenen Knoten oder eine Verdickung, eine ungewöhnliche Veränderung von Größe oder Form einer Brust, Einziehungen oder andere auffällige Veränderungen der Haut, Veränderungen an der Brustwarze sowie ungewöhnlichen oder blutigen Flüssigkeitsaustritt aus der Brustwarze. Weltgesundheitsorganisation

Ein Knoten oder eine andere Veränderung bedeutet dabei nicht automatisch Brustkrebs. Viele Veränderungen der Brust sind gutartig. Trotzdem sollten neue Auffälligkeiten untersucht werden – auch dann, wenn sie nicht schmerzen. Weltgesundheitsorganisation

Früherkennung: Was gilt in Deutschland?

Auch wenn du keine Beschwerden hast, lohnt es sich, die Angebote zur Brustkrebsfrüherkennung zu kennen.

Frauen ab 30 Jahren können in Deutschland einmal jährlich eine ärztliche Tastuntersuchung der Brüste und Achselhöhlen wahrnehmen. Zwischen 50 und 75 Jahren besteht außerdem die Möglichkeit, alle zwei Jahre am organisierten Mammographie-Screening teilzunehmen. Dabei können auch sehr kleine Veränderungen entdeckt werden, die noch nicht tastbar sind. Krebsinformationsdienst

Wie jede medizinische Untersuchung hat auch das Mammographie-Screening Vor- und Nachteile. Es kann Brustkrebs frühzeitig erkennen und nachweislich die Wahrscheinlichkeit senken, an Brustkrebs zu sterben. Gleichzeitig sind beispielsweise falsch-positive Befunde und Überdiagnosen möglich. Die Teilnahme ist deshalb eine persönliche Entscheidung, über die du dich bei Bedarf ärztlich beraten lassen kannst. Krebsinformationsdienst

Wenn Brustkrebs in deiner Familie häufiger vorkommt oder bei dir eine genetische Veränderung bekannt ist, können andere oder zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein. Welche Früherkennung für dich persönlich geeignet ist, besprichst du am besten mit deiner Frauenärztin oder deinem Frauenarzt.

Und wichtig: Auch zwischen zwei Früherkennungsuntersuchungen solltest du Veränderungen deiner Brust ernst nehmen und bei Auffälligkeiten nicht bis zum nächsten regulären Termin warten. Krebsinformationsdienst

Hormonersatztherapie und Brustkrebs – was solltest du wissen?

Gerade in den Wechseljahren begegnet vielen Frauen irgendwann die Frage nach einer Hormontherapie. Gleichzeitig besteht häufig die Sorge, dass Hormone das Brustkrebsrisiko erhöhen könnten.

Darauf gibt es keine einfache Antwort.

Entscheidend ist unter anderem, welche Hormone eingesetzt werden, in welcher Form und Kombination sie angewendet werden, wie lange die Behandlung erfolgt und welche persönlichen Risikofaktoren bestehen. So unterscheiden sich beispielsweise die Risiken einer alleinigen Östrogentherapie von denen einer kombinierten systemischen Therapie mit Östrogen und einem Gestagen. Bei einer kombinierten Therapie kann das Brustkrebsrisiko mit zunehmender Anwendungsdauer steigen. The Menopause Society

Gleichzeitig ist eine Hormontherapie eine wirksame Behandlung für belastende Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen und Nachtschweiß. Für viele gesunde Frauen, die jünger als 60 Jahre sind oder deren Menopause weniger als zehn Jahre zurückliegt, kann das Verhältnis von Nutzen und Risiken bei entsprechender Indikation günstig sein. The Menopause Society

Deshalb sollte die Entscheidung für oder gegen eine Hormontherapie nicht aus Angst und auch nicht pauschal getroffen werden. Gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt können deine Beschwerden, deine persönliche und familiäre Vorgeschichte sowie mögliche Risiken betrachtet und gegeneinander abgewogen werden.

Welche Faktoren kannst du selbst beeinflussen?

Nicht alle Risikofaktoren für Brustkrebs liegen in unserer Hand. Unser Alter oder unsere genetische Veranlagung können wir beispielsweise nicht verändern.

Es gibt jedoch Faktoren, bei denen der eigene Lebensstil eine Rolle spielt. Dazu gehören regelmäßige körperliche Aktivität, ein gesundes Körpergewicht, der Verzicht auf Tabak und möglichst wenig Alkohol. Gerade Alkohol wird im Zusammenhang mit Brustkrebs häufig unterschätzt: Bereits geringe Mengen können das Risiko erhöhen, wobei das Risiko mit zunehmendem Konsum weiter steigt. Weltgesundheitsorganisation

Dabei geht es gerade in den Wechseljahren nicht darum, dir noch mehr Regeln aufzuerlegen oder das Gefühl zu vermitteln, du müsstest alles perfekt machen. Eine gesunde Lebensweise kann Risiken beeinflussen – sie bietet jedoch keine Garantie dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken.

Viel hilfreicher ist es, langfristig Gewohnheiten zu finden, die zu deinem Leben passen und deinem gesamten Körper guttun.

Deine Brustgesundheit verdient Aufmerksamkeit – nicht Angst

Die Wechseljahre sind eine Zeit, in der sich vieles verändert. Manche Veränderungen spürst du sofort, andere entwickeln sich langsam und vielleicht bemerkst du erst nach einiger Zeit, dass sich dein Körper anders anfühlt als früher. Auch deine Brust gehört dazu.

Der Breast Cancer Awareness Month ist für uns bei menofemme deshalb ein wichtiger Anlass, über Brustgesundheit zu sprechen. Nicht, um Angst zu machen, sondern um Wissen zu vermitteln und Frauen darin zu bestärken, ihren Körper auch in dieser Lebensphase aufmerksam und selbstbewusst zu begleiten.

Denn die Wechseljahre bestehen aus weit mehr als Hitzewallungen, Schlafproblemen oder einem unregelmäßigen Zyklus. Sie sind eine Lebensphase, in der es sich lohnt, die eigene Gesundheit noch einmal aus einer neuen Perspektive zu betrachten – und dazu gehört auch die Brustgesundheit.

Kenne deine Brust, nimm Veränderungen wahr und nutze die Möglichkeiten der Früherkennung, die für dich infrage kommen. Und wenn dir etwas ungewöhnlich vorkommt, lass es lieber einmal mehr ärztlich abklären.

Bei menofemme möchten wir dir dabei helfen, besser zu verstehen, was während der Wechseljahre in deinem Körper passiert. Denn je mehr du über diese Veränderungen weißt, desto leichter wird es, Entscheidungen für deine Gesundheit bewusst und informiert zu treffen.

Dein Körper verändert sich. Dein Wissen über ihn darf mitwachsen.

*Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Untersuchung.

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